Ist botrytisierter Wein ein Spätlesewein?

Ist botrytisierter Wein ein Spätlesewein?

Was ist botrytisierter Wein?

Botrytisierter Wein, auch bekannt als Edelfäulewein oder edelsüßer Wein, entsteht durch den Befall der Reben mit dem Edelschimmel Botrytis cinerea. Dieser Schimmel befällt die Beeren der Trauben und entzieht ihnen Wasser, was zu einer Konzentration des Mostes und einer natürlichen Süße führt.

Was ist Spätlesewein?

Spätlesewein ist eine bestimmte Qualitätsstufe von Wein, die in Deutschland gesetzlich definiert ist. Die Trauben für Spätlesewein werden später geerntet als für andere Qualitätsstufen, sodass sie länger am Rebstock reifen können. Dadurch entsteht eine höhere Mostkonzentration und in der Regel ein höherer Zuckergehalt, was zu einem vollmundigeren und süßeren Wein führt.

Ist botrytisierter Wein ein Spätlesewein?

Ja, botrytisierter Wein kann ein Spätlesewein sein, aber nicht jeder Spätlesewein ist botrytisiert. Spätlesewein bezieht sich auf den Zeitpunkt der Ernte, während botrytisierter Wein sich auf den Befall der Trauben mit Botrytis cinerea bezieht. Wenn die Trauben für den Spätlesewein von Botrytis cinerea befallen sind, entsteht botrytisierter Spätlesewein.

Wie unterscheidet sich botrytisierter Wein von anderen süßen Weinen?

Botrytisierter Wein zeichnet sich durch seine besondere Aromenvielfalt aus, die von Honig und getrockneten Früchten bis hin zu exotischen Gewürzen reichen kann. Zudem besitzt er eine angenehme Säure, die eine gewisse Frische bewahrt. Andere süße Weine, wie beispielsweise Eiswein oder Trockenbeerenauslese, werden auf andere Weise hergestellt und haben daher ihre eigenen charakteristischen Merkmale.

Welche Weinregionen sind bekannt für botrytisierten Wein?

Botrytisierter Wein wird weltweit produziert, aber einige der bekanntesten Weinregionen dafür sind das französische Bordeaux (Sauternes), das österreichische Burgenland (Ruster Ausbruch), das ungarische Tokaj und das deutsche Rheingau. Diese Regionen bieten ideale klimatische Bedingungen für die Entwicklung von Botrytis cinerea und somit für die Produktion von hochwertigem botrytisiertem Wein.

FAQs:

1. Wie entsteht Botrytis cinerea auf den Trauben?

Botrytis cinerea entwickelt sich unter bestimmten klimatischen Bedingungen, insbesondere in feuchten und warmen Herbstnächten, auf den Trauben. Der Schimmel dringt durch die intakte Haut der Beeren ein und beginnt dann, sie von innen heraus zu dehydrieren.

2. Ist botrytisierter Wein immer süß?

Ja, botrytisierter Wein ist in der Regel süß, da die Edelfäule die Beeren konzentriert und den Zuckergehalt erhöht. Es ist jedoch möglich, botrytisierten Wein mit unterschiedlichen Geschmacksprofilen zu finden, von halbtrocken bis hin zu edelsüß.

3. Kann man botrytisierten Wein lagern?

Ja, botrytisierter Wein kann gut gelagert werden und entwickelt oft mit der Zeit komplexe Aromen und einen weicheren Charakter. Einige botrytisierte Weine können über Jahrzehnte hinweg reifen.

4. Wie erkennt man botrytisierten Wein beim Kauf?

Botrytisierter Wein ist oft durch seine goldene bis bernsteinfarbene Farbe erkennbar. Zudem sollte auf dem Etikett vermerkt sein, dass es sich um einen botrytisierten Wein handelt. Bei Zweifeln kann man sich auch an einen Weinfachhändler oder Sommelier wenden.

5. Passt botrytisierter Wein zu bestimmten Speisen?

Botrytisierter Wein ist eine beliebte Ergänzung zu Desserts, wie Kuchen, Crème brûlée oder Obsttartes. Er kann aber auch gut zu würzigen Käsesorten oder Foie Gras passen. Die Süße des Weins bildet einen Kontrast zu den salzigen oder herzhaften Aromen und sorgt für eine harmonische Geschmackskombination.

Verfasst von David

David Reisner lädt seine Gäste gerne zu einem Glas Wein ein, um in angenehmer Atmosphäre über aktuelle Themen und Ideen zu plaudern. Hier im Wein Ratgeber sammelt er verschiedene Antworten, Tipps und Ideen rund um Weine - lasse dich jetzt inspirieren und informiere dich zu den wichtigsten Fragen & Antworten rund um Wein.